Interviews in Radio&Presse

 

'Radio Galaxy' Mitschnitte von Interviews mit Petra Heinze

"Wohnungssuche ist ein echt schwieriges Unterfangen."

Beim Bamberger Radiosender Radio Galaxy gibt Petra Heinze Tipps für eine erfolgreiche Wohnungssuche und wie Sie sich den ein oder anderen Vorteil verschaffen!

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Interview mit 'Hassfurter Tagblatt' zu Mietpreisen

Bamberg Vor wenigen Tagen veröffentliche die Bertelsmann Stiftung eine Studie zu hohen Mietpreisen und deren Folgen. Das Ergebnis: „In größeren Städten landen einkommensschwache Familien durch hohe Mieten oftmals unterhalb der staatlichen Grundsicherung." Das erschreckende daran ist, dass sich diese Fakten nicht nur auf Städte wie München oder Düsseldorf beziehen, die bekanntermaßen sowohl enorme Miet- als auch hohe Lebensunterhaltskosten von ihren Einwohnern fordern. Nein, auch in Bamberg sind in den vergangenen Jahren die Mietenpreise förmlich explodiert. Die Preissteigerung liegt aktuell bei 12 Prozent von 2012 auf 2013.

Vor allem für junge Familien oder Einkommensschwächere ist es sehr schwer bezahlbaren Wohnraum zu finden. Der Mietspiegel steigt und steigt. Derzeit liegen von Seiten der Stadt Bamberg zwar lediglich Zahlen aus dem Jahr 2002 vor – für neue werde aktuell eine Umfrage durchgeführt, so dass man bis Ende des Jahres mit ersten Ergebnissen rechnen könne, erklärte die Pressestelle auf HT-Anfrage. Doch andere repräsentative Umfragen bescheinigen Bamberg beträchtliche Mietpreise. Zwar überragen die Preise Bayernweit Bamberg noch um wenige Euro, allerdings überragt die Domstadt den Landesdurchschnitt wiederum um ein Vielfaches.

Das heißt konkret: „Für ein 1-Zimmer-Apartment, Neubau, mit einer Wohnfläche zwischen 30 und 35 Quadratmetern, sind die Mieten in den vergangenen Jahren von 8 bis 9 Euro auf 12 bis 12,50 Euro gestiegen", erklärt Petra Heinze von Immobilien Heinze, Bamberg. So errechnet sich eine Kaltmiete von rund 430 Euro für eine kleine Wohnung mit Einbauküche. „Für diese muss man mit Kosten von 30 bis 35 Euro pro Monat rechnen." Bei einer älteren Wohnung, die vor 30 bis 40 Jahren ihren Erstbezug erlebten, zahlt der Mieter immer noch zwischen 7 und 8 Euro. Je größer die Objekte werden, desto niedriger fällt der Quadratmeterpreis aus. „Bei einer 3-Zimmer-Wohnung liegen wir bei einem Neubau zwischen 9 und 10 Euro, bei einem älteren Objekt bei 6 bis 7 Euro", weiß die Expertin.

Die Kaufpreise für Immobilien steigen genauso horrend wie die Mieten. Bamberg ist schon seit Langem für Investoren interessant. „Immobilien sind bei den derzeitigen Zinsen auf der Bank die beste Kapitalanlage", rät die Immobilien-Fachfrau. „Finanzkräftige Eltern kaufen ihren Kindern bisweilen, wenn sie in Bamberg studieren wollen, auch gerne mal eine Wohnung." Später kann diese dann weiter vermietet werden. Andere haben nicht das Glück von den Eltern solch eine Unterstützung zu erhalten. Oftmals schließen sie sich dann zusammen und gründen Wohngemeinschaften. Die jungen Menschen „schmeißen" ihr Budget zusammen, zahlen für kleine Zimmer mit unter 20 Quadratmetern über 300 Euro – nur so können sie sich die Wohnungen leisten. Aber nicht nur bei den Studenten, sondern auch bei Senioren ist Bamberg beliebter den je. Die älteren Bürger schätzen vor allem die speziellen Senioren-Angebote der Stadt. Beide „Gruppen" konkurrieren vor allem um kleiner Wohnungen.

Noch schwieriger als Studenten und Senioren finden Hundebesitzer und junge Familien mit kleinen Kindern eine „neue Bleibe" zur Miete. In beiden Fällen haben die Vermieter häufig Angst vor Schmutz und Lärm – und bei Mehrfamilienhäusern vor Ärger mit den anderen Bewohnern. Doch Petra Heinze hat ein paar gute Tipps: „Sehen Sie einen Besichtigungstermin als Bewerbungsgespräch an. Bereiten Sie sich gut vor und bringen alle notwendigen Unterlagen mit. Also Schufa-Auskunft, Gehaltsnachweis, eine Kopie des Personalausweises." Mieter können so beim Makler punkten und aus rund 50 Bewerbern, die sich durchschnittliche um eine 3-Zimmer-Wohnung bewerben, positiv herausstechen.

Heute ist es üblich, dass der Makler zwei Monatsmieten, kalt, als Provision verlangt. Das zahlt in Bayern der künftige Mieter. In anderen Bundesländern wird diese Summe vom Vermieter übernommen. Doch bereits einheitlich tritt zum 1. August die „Kappungsgrenze" ein. „Dieses Mietpreisgesetzt besagt, dass Vermieter die Miete innerhalb von drei Jahren um nicht mehr als 15 Prozent anheben dürfen – bisher lag die Grenze bei 20 Prozent im gleichen Zeitraum", berichtet Maklerin Heinze. So versucht man den explodierenden Preisen von Gesetzeswegen einen Riegel vorzuschieben und bezahlbaren Wohnraum für alle zu sichern.